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 Textfeld: Kommentar zum Programm:
Die aktuelle Wahlperiode der Albersdorfer Gemeindevertretung dauert vom Frühjahr 2008 bis zum Frühjahr 2013. Zeit, um zum heutigen Zeitpunkt  (September 2010)  eine Halbzeitbilanz für die Arbeit der SPD-Fraktion  zu ziehen.
Seit Jahren erhält Albersdorf finanzielle Fehlzuweisungen des Landes Schleswig-Holstein, weil die Gemeinde selbst nicht mehr in der Lage ist, die notwendigen Ausgaben durch Einnahmen auszugleichen. (Das geht übrigens vielen Gemeinden so; es ist also kein speziell für Albersdorf hausgemachtes Problem.)  Daher war es kaum möglich, größere kostenreiche Projekte in Angriff zu nehmen. Vielmehr haben wir uns dafür eingesetzt, Bestehendes zu erhalten  und Neues erst nach intensiver Prüfung der Notwendigkeit und der anfallenden Kosten mit zu gestalten.
Nach außen hin mag dabei der Eindruck entstehen, dass die einzelnen Fraktionen nur noch wenig selbstständige Profile zeigten, auch weil viele Beschlüsse einstimmig erfolgten. Auch die SPD-Fraktion hat aber  nach dem Prinzip gehandelt, dass populistische Anträge, die angesichts der Finanzlage keine Chance auf Verwirklichung hätten, zu verzichten. Das haben wir gerne anderen überlassen. Dennoch hat die prekäre Finanzlage auch etwas Gutes: Es ist viel Kreativität der Gemeindevertreter/innen gefragt, um die Gemeinde dennoch voran zu bringen.
Einzelbilanzen  und Vorausschau
Hinweis: Neue Investitionen können nur in Angriff genommen werden, wenn Finanzmittel zur Verfügung stehen!
1.) Zu : „Familie, Jugend und Sport
a.) Fuß- und Radwege
-Die Eigentümer des Geschäftshauses, in dem   sich der Pennymarkt  befindet, mussten auch auf Druck der Gemeinde einsehen, dass der Eingang zum Parkplatz am Kreisverkehr für Kinder und auch für Erwachsene sehr gefährlich war. Sie haben ihn nun sicherer gemacht. Optimal ist die Zufahrt aber immer noch nicht.
-Der Übergang am Bahnübergang in der Norderstraße (Ziel Österstraße) ist immer noch besonders für Kinder sehr gefährlich. Hier muss nach wie vor nach einer Lösung gesucht werden
b.) Kindergärten
Unsere Vertreter/in im Kindergartenausschuss der Kirchengemeinde hat bei den Beratungen für  die  3 Kindertagesstätten ( eine  davon der Waldkindergarten)   konstruktiv mitgearbeitet. Wir befürworten die  Einrichtung eines 4. Kindergartens auf dem Gelände des Dithmarsenparks  und werden mit nach Lösungen suchen, diesen Plan in die Tat umzusetzen.
c.) Jugendarbeit
- Vereine und Verbände
Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden trotz knapper Kassen  weiterhin unterstützt werden soll.
- Jugendtreffpunkt
Wir stehen dafür, dass die Gemeinde auch weiterhin finanzielle Zuschüsse an den Trägerverein des Treffpunkts zahlt, damit die vom Leiter des Treffpunkts Herrn Hanske hervorragend gestaltete Arbeit zum Wohl der Jugendlichen fortgesetzt werden kann.
Wir begrüßen es, dass es in  Verhandlungen zwischen dem Schulverband Albersdorf (dem  gehört unser Mitglied Jörn Bartelt an) und der Gemeinde Albersdorf bzw. dem Trägerverein gelungen ist, den Treffpunkt auch nach der Einrichtung des Ganztagsangebots an der Regionalschule weiter in dessen Räumlichkeiten  und in der ehemaligen Hausmeisterwohnung  sinnvoll betreiben zu können.
d.) Die Tafel der Arbeiterwohlfahrt 
Die Arbeit der Tafel, bedürftige Menschen aus Albersdorf und Umgebung mit Lebensmitteln zu versorgen, wird vielerseits im Ort hoch gewürdigt. Wir bedauern, dass der Ortsverein Albersdorf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) der Tafel die Räumlichkeiten im DRK-Heim gekündigt hat. Wir werden uns stark dafür einsetzen, dass die Gemeinde und das Amt Mitteldithmarschen der AWO mit Rat und Tat hilft, neue Räumlichkeiten zu finden.  Ein Ende der Arbeit der Tafel wäre für die rund 480 Nutznießer/innen, darunter 200 Kinder, fatal.
 
2.) „Bildung“
a.) Optimale Bildung und Ausbildung
Nach wie vor ist eine optimale Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen die Basis für ein späteres Leben inmitten der Gesellschaft. Andernorts  wurde viel über diese Forderung diskutiert, aber kaum etwas in die Tat umgesetzt. Wir haben die Umsetzung der Forderung für Albersdorf  mit  gestaltet. Wenn wir die Gemeinschaftsschule auch immer noch gegenüber einer Regionalschule vorgezogen hätten, so haben wir doch alle Beschlüsse des Schulverbandes bezüglich der Albersdorfer Regionalschule selbstverständlich mit unterstützt. Bauliche Veränderungen ( z.B.  Einrichtung eines Biologieraums) werden die Bildungsangebote  der Schule verbessern  und sie attraktiver machen.
b.) Regionalschule und Gemeinschaftsschule
Heftig kritisieren wir die Pläne des schleswig-holsteinischen   Bildungsministers Klug (FDP), den bestehenden Gemeinschaftsschulen frei zu stellen, die Schüler/innen zukünftig nach der 6.Klasse wieder in Haupt- und Realschüler/innen zu sortieren. Dadurch schafft Klug die Gemeinschaftsschule durch die Hintertür wieder ab. Das war wohl auch von Anfang an seine Absicht.
c.) Ganztagsangebot
Unsere Forderung, ein Ganztagsangebot in die Regionalschule (unter Einbeziehung der Grund- und Förderschule)  zu integrieren, wurde erfüllt. Ebenso wurde unserer Forderung, nach einer sozialpädagogischen Betreuung durch die Einstellung von Erzieherinnen entsprochen. Besonders gut finden wir dabei das Mittagstischangebot. Unserem  Anliegen, Land und Bund zu veranlassen, die Finanzmittel für ein kostenfreies Mittagsessen zur Verfügung zu stellen, werden wir weiter Nachdruck verleihen.
 
3.) „Wirtschaft und Finanzen
a.) Fehlbedarf:  
     Hierzu haben wir bereits oben Ausführungen gemacht
b.) Archäum : 
     Der Plan, ein 6-Millionenprojekt zu bauen, ist vom Tisch.                                                                                                             
c.) Steinzeitpark Dithmarschen
- Um die überregionale Bekanntheit der Anlage zu steigern, haben auch wir zugestimmt, das bisherige Archäologische Ökologische Zentrum Albersdorf  (AÖZA) in Steinzeitpark Dithmarschen umzubenennen.
- Der Plan, zwei Steinzeithäuser und weitere Neuheiten   auf dem Gebiet des Steinzeitdorfes zu integrieren, wird zurzeit umgesetzt. Bevor wir jedoch der Bereitstellung von Gemeindegeldern für das Projekt zustimmten, haben wir  eine intensive Prüfung der auf die Gemeinde zukommenden finanziellen Belastungen  und die Notwendigkeit einzelner Maßnahmen    vorgenommen.  Die  Gemeinde Albersdorf kann durch diese Maßnahme  den Tourismus erheblich fördern.
d.) Handel und Gewerbe
Leider geht das Sterben kleiner Läden in Albersdorf weiter, dafür hat sich das Supermarktangebot auf Kosten  von Albersdorfer Gewerbetreibenden  fest installiert.   Gern würden auch wir dieser Entwicklung entgegen steuern. Das alles geschieht jedoch nach dem Prinzip des freien Marktes; die Gemeindevertretung hat dabei kaum einen Einfluss.
 
4.)  Tourismus und Kultur
1.) Tourismus
a.) Internetauftritt
 Auch aufgrund  privater Initiativen  steht eine Internethomepage unter www.albersdorf.de  zur Verfügung
b.) Übernachtungsmöglichkeiten
-Wir werden weiter dabei helfen, einen Investor für ein Bettenhotel (z.B. für die Beherbergung einer Busgesellschaft) mit Frühstück (bed and breakfast) zu  suchen. 
- Wir begrüßen, dass ein Tagungshotel (  Hotel Bess)  inzwischen zur Verfügung steht und hoffen, dass es mit Leben erfüllt werden kann.
c.) Wohnmobilplatz
Für eine Verbesserung der Anlage am Freizeitbad werden wir uns weiterhin einsetzen
d.) Wanderwege
Wir bedanken uns bei Herrn W. Ramundt und seinen Helfern dafür, dass sie in einer Privatinitiative  die Wanderwege neu auswiesen, be-schilderten und eine Wanderkarte erstellten
e.) Freizeitbad
Das Bad muss nicht nur für den Tourismus sondern mehr noch für unsere heimische Bevölkerung erhalten bleiben. Dafür werden wir uns stets einsetzen. Eine Alternative werden wir nicht zulassen. Wir haben daher auch den Renovierungs- und Umbauplänen zugestimmt und die finanziellen Mittel mit bereit gestellt.
f.) Waldbühne
Hier gilt es, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Veranstalter und den Anliegern (Lärmbelästigung) zu finden. Wir fordern daher weiterhin, dass außerhalb des Volksfestes und dem Mittsommernachtsfest weitere Veranstaltungen stattfinden sollen.
 
2.) Kultur
a.)  Bücherei
Wir halten es für   unbedingt nötig, dass der Bücherei die finanziellen Mittel für die Beschaffung neuerer Literatur zur Verfügung gestellt werden. Dadurch bleibt die Attraktivität der Bücherei erhalten und es wird auch dafür gesorgt, dass sich Bürger/innen, die sich die Anschaffung neuer Bücher finanziell nicht leisten können, ebenfalls am aktuellen Kulturleben teilnehmen können.
b.) Bürgerhaus
Es ist inzwischen bekannt, dass das Bürgerhaus ein nicht  mehr in Albersdorf weg zu denkender  Kulturmittelpunkt geworden ist.  Daher werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die finanziellen Mittel für den Unterhalt des Hauses zur Verfügung gestellt werden. Unser besonderer Dank gilt dem „Förderverein Bürgerhaus“, der  die meisten Ausstattungsgegenstände zur Verfügung gestellt hat.
 
Noch ein Wort:
Es wird immer wieder beklagt, dass die Politik die Beziehung zur Bevölkerung verloren hat und irgendwo im freien Raum schwebt, ohne Bodenhaftung zu haben.  Das gilt jedoch nicht für Gemeindepolitiker/innen.  Was diese beschließen oder nicht beschließen, ist jeder/jedem Bürger/in sichtbar. Deshalb müssen die verantwortlichen  Gemeindevertreter/innen auch ständig bereit sein,  Rechenschaft ablegen.  
Allen anderen Politiker/innen raten wir, die nachfolgenden Zitate zu beachten, um wieder Bodenhaftung zu bekommen : 
 
1.) Journalist Michael Stürmer in einer Fernsehsendung:
„Politik ohne Herz ist Technokratie.“
 
2.)    Der ehemalige USA-Präsident  Bill Clinton:
„I feel your pain“  =  „ Ich fühle Deinen Schmerz.“
 
Damit meint er, dass er auch mit denjenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, mitfühlt und eine Änderung erreichen möchte.